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16.04.2011

World Invasion: Battle Los Angeles

Wooha! Wenn ich irgendwo was mit Raumschiffen und Aliens in ‘nem Trailer sehe, dann muss ich auch ins Kino. Noch dazu wenn der Trailer wirklich lecker aussieht. Habe mich also am Startdonnerstag ins UCI begeben und mich in meiner präferierten Reihe nieder gelassen.

***

Staff Sgt. Michael Nantz (Aaron Eckhart) hat zwanzig Jahre bei den Marines auf dem Buckel und ist ein erfahrener – aber nichtsdestotrotz dessillusionierter – Haudegen, der bereits die Unterschrift des vorgesetzten auf seiner Entlassungsurkunde hat. Bei seinem letzten Einsatz hatte er es nicht in der Hand mit all seinen Soldaten zurĂĽck zu kommen. Das nagt an ihm und darum ist er alles andere als begeistert, nachdem Alarm ausgerufen wird und er mit einer Gruppe Frischlinge auf einen vermeintlichen Evakuierungseinsatz geschickt wird.

Meteoriten bedrohen die OstkĂĽste Amerikas und etliche andere Städte rund um den Globus. Nantz soll sich um einige Zivilisten kĂĽmmern, die in einer Polizeistation Schutz gefunden haben. Blöd nur, dass sich die Meteoriten vor denen die Menschen flĂĽchten, als Alien-Raumschiffe entpuppen und deren Besatzungen alles andere als friedlich sind. Die Erde wird kolonialisiert! Klar, dass Nantz und seine Kameraden dass nicht mit sich machen lassen und fortan den bösen AuĂźerirdischen einen Strich durch die Rechnung machen wollen …

***

Oh Mann! Gab’s den Film nicht schon mal mit Will Smith in erträglich? World Invasion: Battle Los Angeles ist tatsächlich wie ein bierernstes Remake von Independance Day – allerdings ohne einen coolen Will Smith, ohne lockere SprĂĽche, ohne halbwegs erträgliche Logik (OK, vergesst die Logik) aber dafĂĽr mit dem zehnfachen Pathos. Ganz schlimm, was da ĂĽber die Leinwand flimmerte. Geht es der amerikanischen Armee so schlecht, dass sie solche Werbefilme brauchen, oder meinen die das Ernst?

Aaron Eckhart hat in “The Dark Knight” einen super Harvey Dent gegeben. Hat die zwei Seiten des Staatsanwaltes prima gespielt, fand ich richtig gut. Der kann was. Und dann kaspert der in so einem Film rum? Ich meine Till Schweiger beweist seit Jahren, dass er nur zwei GesichtsausdrĂĽcke hat, Nicholas Cage ist damit sogar erfolgreich, aber Eckhart kann mehr und verkauft sich so dermaĂźen unter Wert, dass es schon fast peinlich war. Und das obwohl er eigenlich leichtes Spiel gehabt haben mĂĽsste, denn der Rest der Darstellerbande war keinen Deut besser.

Selbst als Michelle Rodriguez die Leinwand enterte konnte das den Film nicht aufwerten. In Avatar hat sie zuletzt ebenfalls eine Pilotin gespielt … das aber deutlich präsenter und später auch … äh … besser angezogen ;-) Hier geht sie in ihrer Nebenrolle völlig unter. Dabei hätte man aus der einzigen Frau im Team doch etwas herausholen können. Oder aber aus ihrer ominösen Mission, bei der sie leider abgeschossen – oder was auch immer – wurde.

Doch was es mit der Mission so richtig auf sich hatte, wie sie an die Informationen mit der Steurung gekommen sind, warum die Aliens so fĂĽrchterlich technisch gerĂĽstet und gleichzeitig so strunzdumm sind … alles erklärt sich nicht. Auch nicht, warum sowohl die Optik der Aliens, als auch die Steuerung der Flugdrohnen genau wie in “Independance Day” angelegt sind. Das war alles irgendwie nervig und sogar die Zielgruppe neben mir guckte ständig auf die Uhr. Ich habe sogar ein lautes “Boah, ich geh’ eine rauchen.” gehört.

Zu guter Letzt ging mir die fĂĽrchterlich getragene Musik tierisch auf den Geist. Ich achte auf sowas meist nicht, die musikalische Untermalung abseits von Charthits oder Toneffekten verfängt bei mir irgendwie nicht – sieht man mal vom “Star Wars”-Theme ab. Hier ging mir die dauernde dramatische orchestrale Musk aber richtig an die Nerven. Ich kriege auch so mit, wenn’s dramatisch sein soll!

Bleibt eigentlich nur noch die Frage zu klären, warum ich nicht einfach den Saal verlassen habe? Nun, der Film sieht echt gut aus. Nicht ganz so gut wie “District 9”, aber fast. Hätten die Macher das anstrengende Gewackel weggelassen, ich wĂĽrde sogar von “gut gefilmt” reden. Leider rettet das nichts am Gesamtergebnis: schenkt euch den Streifen einfach. Es reicht, wenn ich das Geld zum Fenster raus geschmissen habe.

Andreas am 16.04.2011 um 0:24 in Filmkritik | 1 Kommentar |

1 Kommentar to “World Invasion: Battle Los Angeles”

  1. Lars sagt:

    Das kann ich so nicht unkommentiert stehen lassen: :-)

    Bitte Asteroid oder Meteoroid, vielleicht auch nocht Meteor – aber bitte keinesfalls Meteorit. Danke. :-)

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