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05.04.2012

Ohne Limit

DVD-Abend! Seit der letzten Schulzeit Anfang dieses Jahrhunderts treffe ich mich mehr oder weniger regelmĂ€ĂŸig mit 2 MitschĂŒlern um uns den Bauch mit Essen vom Chinesen zu verderben und das Hirn mit Filmen aus der Konserve zu martern.

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Als Schriftsteller und Freund ist Eddie Mora (Bradley Cooper) eher erfolglos. Das Buch, an welchem er schreibt, stagniert seit Wochen vor dem ersten Wort und seine Freundin macht mit ihm Schluß. Sonnenseite sieht anders aus. WĂ€hrend er wieder einmal ziellos durch die Gegend lĂ€uft, trifft er seinen Ex-Schwager Vernon (Johnny Withworth), der ihm eine neuartige “Medizin” anbietet. Eddie ist ziemlich klar, dass es sich bei der glasklaren Pille eher um eine Droge, denn ein legales Medikament handelt … aber was soll’s. Nachdem er die Tablette geschluckt hat, erweitert sich nach Sekunden sein Horizont, denken, merken, kombinieren, wahrnehmen, alles ist hundertfach gesteigert.

Wie im Wahn rĂ€umt er seine Wohnung auf und schreibt fast beilĂ€ufig die ersten Kapitel seines Buches fertig. Doch am nĂ€chsten Morgen ist alles wie vorher. Nachschub muss her. Als er Vernon aufsucht, kann dieser ihm allerdings mit seinem Loch im Kopf keine weiteren Drogen verschaffen. Nach fieberhaftem Durchsuchen der Wohnung findet Eddie jedoch eine Vorrat der Pillen und steigt fortan sowohl monetĂ€r als auch gesellschaftlich rasant auf. Doch sowohl Nebenwirkungen als auch Verfolger lassen nicht lange auf sich warten …

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Ich hatte von dem Film im letzten Jahr wohl mal einen Trailer im Kino gesehen und den Titel daher noch im Kopf, als ich durch die GĂ€nge im Elektro-Discounter schlenderte und nach einer DVD fĂŒr den Kinoabend suchte. War laut Aushang sogar in der Bestseller-Liste zu finden und darum habe ich zugegriffen.

Eine gute Wahl, wie sich herausstellen sollte. Schon im Vorspan ist es Regisseur Neil Burger gelungen, mich zu einem “cool gemacht” hinzureissen. Ein bisschen erinnerte mich das ganze an “Strange Days”, wenngleich die Story ja nun eine ganz andere ist. Aber die Effekte sind irgendwie Ă€hnlich.

Bradley Cooper ist eine gute Wahl fĂŒr den Eddie und es gelingt ihm – unterstĂŒtzt durch eine unterschiedliche Farbgebung des Films – sehr gut den Zustand mit und ohne die Droge herauszuarbeiten. Jederzeit ist er trotzdem noch als eine Person zu erkennen und gleichzeitig glaubwĂŒrdig ohne jemals ins Übertriebene abzurutschen. Das restliche Ensemble hat im Vergleich recht wenig Zeit, sich auf der Leinwand zu prĂ€sentieren, macht die Sache aber durchweg gut. Hier ist vielleicht noch Robert DeNiro zu erwĂ€hnen, fĂŒr den es ein leichtes ist, seiner Figur Tiefe zu geben.

Ganz erstklassig ist die Bildsprache des Films. Wenn Eddie die Pille schluckt, öffnet sich die Perspektive zum Weitwinkel, die Farben verschieben sich, die Augen beginnen zu strahlen, Kleinigkeiten werden herangezoomt und der Zuschauer bekommt eine Ahnung, wie Eddie sich fĂŒhlen mag. Auch der schon im Vorspann vorgefĂŒhrte endlose Zoom durch Straßenschluchten, Autos und HauseingĂ€nge kam mehrmals vor und beeindruckte trotzdem jedesmal.

Die 9,99 Euro fĂŒr die Bluray waren jedenfalls gut angelegtes Geld.

Andreas am 05.04.2012 um 20:50 in Filmkritik | 0 Kommentare |

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