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Kino - dafür werden Filme gemacht

Bundesstart am 04.11.1999

- Big Daddy -

- Filmposter - - Sonny - Eigentlich geht es Sonny Koufax (Adam Sandler) mehr als gut. Der junge Mann hat nicht wirklich etwas zu bedenken, nachdem er in einem Ziviprozeß 200.000 Dollar zugesprochen bekam, nur weil ein Taxi über seinen Fuß gefahren ist. So vertreibt er sich den ganzen Tag damit, in dem teuren Appartment, welches er zusammen mit einem Freund Kevin bewohnt, rumzugammeln. Seine Freundin Vanessa (Kristy Swanson) bedrängt ihn ständig, er solle sich einen Job suchen, aber außer daß er bereits einen habe, hat Sonny darauf nichts zu entgegnen. So kriselt es irgendwie ständig bei den beiden.

Just als sein Mitbewohner Kevin für kurze Zeit verreist ist, findet Sonny etwas vor der Wohnungstür, mit dem er ganz und gar nicht gerechnet hat. Der kleine Julian (gespielt von den Zwillingen Cole und Dylan Sprouse) steht vor der Tür und behauptet das uneheliche Kind Kevins zu sein. Sonny hat für so eine kleine Nervensäge natürlich nichts über und versucht Julian bei der nächsten Sozialbehörde loszuwerden. Doch das mißlingt ihm. Also macht er das Naheliegenste - er nimmt ihn mit zu seiner Lieblingsbeschäftigung: Inlineskatern im Stadtpark kleine Stöckchen vor die Rollen zu werfen.

- Julian - Selbstredend ist das kein guter Umgang für den kleinen Jungen! Auch der Rest des Tages wird mit dreisten Blödeleien verbracht, die Julian besser nicht kennen sollte. Doch als das Sozialamt sich später meldet um Julian mitzunehmen, merkt Sonny, daß ihm der Kleine doch irgendwie ans Herz gewachsen ist und er behauptet der Vater des Kindes zu sein, gibt sich also für Kevin aus. So langsam wandelt Sonny sich, als er merkt, daß er irgendwie ein Vorbild für den Kleinen ist ... und daß sich Layla Maloney (Joey Lauren Adams) beginnt, sich für ihn zu interessieren!

Es ist teilweise wirklich haarsträubend was der locker agierende Adam Sandler ("Waterboy", "Chasing Amy" ...) mit seinem Ziehkind anstellt. Wirklich niemand sollte sich so ein Verhalten als Vorbild nehmen, slebst dann nicht, wenn der "Held" des Films sich im Laufe der Zeit so wandelt. Doch natürlich ist es gerade das, was dieser Komödie ihren Charme verleiht.

Komödien dieser Art gab es schon reichlich, aber bisher war noch keine so ... naja ... böse ;-)


 

Bundesstart: 11.11.1999

- Tarzan -

- Filmposter - Naja, ein neuer Disney, natürlich zur Weihnachtszeit :-/ Ich muß zugeben, daß ich mich bisher nicht so sehr für diese Geschichten mit singenden Teekesselchen, tanzenden Untertassen und sprechenden Seepferdchen erwärmen konnte. Aber mit "Tarzan" wird sich das ändern!

Die Geschichte die sich Edgar Rice Burroughs dermaleinst ausgedacht hat, ist garantiert allseits bekannt. Ein kleines Baby überlebt als einziges menschliches Wesen ein Unglück im Dschungel und wird von den dort wohnenden Gorillas "adoptiert". Jahre später, als Tarzan (im Original von Tony Goldwyn gesprochen) - so nennt sich der prächtig herangewachsene junge Mann - mit seiner Gastfamilie durch seinen Dschungel streift, findet ihn das wieder, was ihn als Baby verloren hat: die Zivilisation.

- Affen - Und zwar in Person der hübschen Jane Porter (im Original gesprochen von Minni Driver). Tarzan sieht sie und verliebt sich auf der Stelle. Nach und nach kommt es zu Begegnungen, zum Näherkommen und schließlich zum Erwidern der Liebe. Nun wäre alles einfach, müßte Jane nicht irgendwann wieder heim. Tarzan ist hin- und hergerissen zwischen seiner Ziehfamilie im Dschungel und seiner neuen Liebe Jane. Natürlich wird die Geschichte noch durch den obligatorischen Bösewicht verkompliziert.

Was mich bisher immer an den Walt Disney Filmen gestört hat, war die merkwürdige Musik. Merkwürdig ist hierbei natürlich wirklich subjectiv! Aber wie bereits eingangs erwähnt: singende Teekessel sind nicht mein Ding. In Tarzan ist das anders. Die Musik begleitet den Film und zwingt die Charactere nicht dazu unfreiwillig zum Musicalstar zu mutieren. Und kein geringerer als Phil Collins zeichnet für den kompletten Soundtrack verantwortlich. Zugegebenermaßen ein Interpret um den es in letzter Zeit etwas ruhig geworden ist, aber mit der hier eingebrachten Musik wird die Geschichte des "Tarzan" hervorragend unterstützt.

- Tarzan - Zeichnerisch ist man bei Disney ja einiges gewöhnt, doch auch in dieser Hinsicht konnten die Studios noch einen draufsetzen. Alle bisherigen Tarzan-Adaptionen krankten an den beschränkten Möglichkeiten der Darsteller einen wirklich überzeugenden Affenmenschen darzustellen. Allenfalls der legendäre Johnny Weissmüller hat ansatzweise gezeigt, wie sich Tarzan wohl im Dschungel bewegen würde, auch Christopher Lambert hat in "Greystoke" eine gelungene - wenn auch sehr eigene - Art des Tarzan gezeigt. Disney scheint es nun unter der Regie von Chris Buck und Kevin Lima gelungen zu sein, den Tarzan so zu zeigen, wie er sich nach dem Aufwachsen unter Affen wohl wirklich bewegen würde. Nie glitt er bewegliche, geschmeidiger und eleganter durch den Wald.

Wahrscheinlich ein "Must See" dieses Herbstes!


 

Bundesstart: 02.12.1999

End Of Days

- Filmposter - Und zu guter letzt noch ein kleiner Appetizer auf einen Film der unsere Kinos im Dezember füllen wird: ARNIE is back! Nach gut zwei Jahren Leinwandabstinenz kehrt der amerikanischste aller Österreicher fulminant auf die Leinwand zurück.

Jericho Canes (Arnold Schwarzenegger) Familie wurde von Bandenmitgliedern ermordet und nun hat das Leben für ihn keinen Sinn mehr. Der Ex-Cop gerät immer tiefer in den Sog von Alkohol und Drogen. Doch die Dinge kurz vor der Jahrtausendwende bekommen noch einen anderen Schatten: Satan persönlich (David Byrne) besucht die Erde um sich eine Braut (Robin Tunney als "Christine Bethlehem") zu suchen mit der er den Anti-Christ zeugen kann. Dieser Sohn soll ihm endgültig zur Herrschaft über die Erde verhelfen.

Es dürfte klar sein, welche Person allein die Rettung der Welt in die Hand nehmen wird?!

"End Of Days" wird sicher kein Film für schwache Nerven werden. Die biblischen Themen werden mit neuzeitlicher Grausamkeit erzählt und filmisch sehr detailiert festgehalten. Peter Hyams hat allerdings keinen tumben, platten Actionfilm geschaffen, sondern es gelingt ihm auch der Rolle des Jericho Cane etwas mehr Tiefgang zu verleihen, als es bei Arnold Schwarzenegger bisher üblich war.

Bleibt abzuwarten, was die FSK den deutschen Kinogängern von diesem Film übrig läßt?! Womöglich wird es ja eine Lösung ähnlich der von "Scream" - eine Version "ab 16", die andere "ab 18" - geben? Wir werden auf jeden Fall sehen was passiert - Arnie wird's schon richten.

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