{"id":412,"date":"2012-04-14T01:59:51","date_gmt":"2012-04-14T00:59:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.filmfacts.de\/blog\/?p=412"},"modified":"2012-04-27T16:00:16","modified_gmt":"2012-04-27T15:00:16","slug":"battleship","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.filmfacts.de\/blog\/2012\/04\/battleship\/","title":{"rendered":"Battleship"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin-right: 10px;\" src=\"http:\/\/www.filmfacts.de\/grafic\/poster\/battleship.jpg\" alt=\"Battleship - Poster\" \/> Wir sind am Freitag morgen gegen halb 11 in Faulensee in der Schweiz ins Auto gestiegen und haben uns auf den Weg Richtung Heimat gemacht. Zwischendurch noch ein Familienbesuch in Pfungstadt und etwas nach 20 Uhr rollten wir dann vor unserer H\u00fctte auf den Hof. Man kann sich vorstellen, wie ger\u00e4dert ich war &#8230; aber trotzdem wollte ich noch unbedingt ins Kino, weil mir der Trailer zu &#8222;Battleship&#8220; so gut gefallen hatte und ich Liam Neeson mag. So habe ich mich denn mit Ringen unter den Augen in die Sp\u00e4tvorstellung geschleppt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>***<\/strong><\/p>\n<p>Die NASA hat einen erd\u00e4hnlichen Planeten in nicht allzugro\u00dfer Entfernung entdeckt und versucht diesem mittels einer riesigen Funkanlage auf Hawaii ein Signal zu senden. Die Wissenschaftler vor Ort sind zun\u00e4chst euphorisch, nachdem aber jahrelang rein gar nichts passiert, ist die t\u00e4gliche Kontrolle der Arbeit nur noch stupide Routine. Bis eines Tages ein kometen\u00e4hnliches Gebilde mit rasender Geschwindigkeit auf die Erde zust\u00fcrzt. Zeitgleich veranstalten etliche Nationen, u.a. die USA und Japan ein gewaltiges Flottenman\u00f6ver im Pazifik rund um Hawai.<\/p>\n<p>Das Kriegsspielen mit den Schlachtschiffen und Zerst\u00f6rern wird aber recht schnell ernst, als sich heraus stellt, dass der vermeintliche Komet eher ein Raumschiff ist. Tats\u00e4chlich sind es sogar ein paar mehr, die sich rund um die Erde verteilen und f\u00fcr Panik sorgen. Das Mutterschiff scheint just vor der Nase einiger Zerst\u00f6rer gewassert zu sein, baut ein riesiges Energiefeld auf und schneidet Hawaii und die Schiffe vom Rest der Flotte ab. Sofort darauf werden auf beiden Seiten die Waffen klar gemacht &#8230;<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>***<\/strong><\/p>\n<p>Im Vorspann war u.a. auch HASBRO ver\u00f6ffentlicht, auf deren Spieleklassiker &#8222;Schiffe versenken&#8220; der Film basier(en soll)t. Ich habe davon au\u00dfer einer sehr bem\u00fchten Sequenz, in denen mittels auf einem Raster platzierter Sonarbojen auf die Aliens gezielt wurde, nicht viel bemerkt. Und das ist auch ganz gut so, denn ein stupides &#8222;A2&#8220; &#8211; &#8222;daneben&#8220; &#8211; &#8222;B3&#8220; &#8211; &#8222;Treffer&#8220; &#8230; ist als Drehbuch dann doch ein wenig d\u00fcnn.<\/p>\n<p>Und es war auch so offensichtlich schon kein dicker W\u00e4lzer. Der Protagonist Alex Hopper (Taylor Kitsch), der sich in diesem Navy-Werbefilm mit Zahnpasta-L\u00e4cheln \u00e1 la Tom Cruise in dessen Air-Force-Werbefilm &#8222;Top Gun&#8220; nicht ganz so charismatisch wie eben jener durch die Szenen stolpert, beginnt als notorischer Versager. Wird dann von seinem gutmeinenden Bruder zur Raison und der Marine geholt, gel\u00e4utert und w\u00e4chst in der Extremsituation \u00fcber sich hinaus. Huch, das kommt mir aber doch bekannt vor. Allerweltsgeschichte. Dass er sich dabei auch noch in die Tochter vom Chef Admiral Shane (Liam Neeson) verliebt und um dessen Akzeptanz k\u00e4mpfen muss, macht&#8217;s noch ein bisschen kitschig dazu (und ich wei\u00df wirklich nicht, wie ich das Wortspiel vermeiden soll). Alles schon gesehen.<\/p>\n<p>Apropos Liam Neeson: ich wei\u00df nicht, was den Mann geritten hat, in dem Spektakel mit zu machen. Die Rolle unterfordert ihn in jeder Hinsicht. Man muss ihm aber zugestehen, dass er sich trotzdem nicht gehen lassen, sondern ordentlich gespielt hat. Auch Alexander Skarsgard als Alex&#8216; Bruder Stone Hopper machte eine gute Figur. Leider viel zu kurz &#8211; aber irgendwer muss ja Platz machen, damit Alex&#8216; sich bew\u00e4hren kann. Was bietet sich f\u00fcr die Filmemacher da besser an, als \u00fcbergro\u00dfe Fu\u00dfstapfen des gefallenen Bruders? Brooklyn Decker als Shanes Tochter und Freundin des ungest\u00fcmen Jungoffiziers ist eine grandiose Fehlbesetzung. Mit der jungen Dame konnte ich wirklich gar nichts anfangen und weder auf der Leinwand noch davor wollte irgendein Funke \u00fcberspringen. Aber mal ehrlich, &#8218;Battleship&#8216; ist auch kein Film, der durch darstellerische Leistung \u00fcberzeugen will.<\/p>\n<p>Und somit kommen wir dazu, warum ich mich trotz der Schauspieler und dem d\u00fcnnen Drehbuch wirklich gut unterhalten habe. Die Technik ist super! Der Film strotzt vor Aliens in gl\u00e4nzenden Anz\u00fcgen, unglaublich detailierten Raumschiffen, bombastischen Explosionen und das ganze auch noch gut inszeniert. Bei weitem nicht so hektisch wie &#8218;Battle: L.A.&#8216; und auch nicht komplett bierernst. Es ist nicht so, dass der Film eine Kom\u00f6die oder Satire sein m\u00f6chte (sch\u00f6n w\u00e4r&#8217;s gewesen), ist aber durch den ein oder anderen halbwegs gelungenen Gag aufgelockert. Die tumben Wissenschaftler und der b\u00e4rbei\u00dfige Veteran mit Beinprothesen k\u00f6nnen einfach nicht ernst gemeint sein.<\/p>\n<p>Klar, es ist ein schamloses Werbemachwerk f\u00fcr das Milit\u00e4r. Es trieft vor Patriotismus und Pathos. Der Film kopiert ungeniert bei den Transformers und besetzt mit Rihanna die \u00fcberfl\u00fcssigste Filmrolle aller Zeiten mit der denkbar ungeeignetsten Person die man finden konnte, aber es knallt und rummst ganz gewaltig.<\/p>\n<p>Trotzdem ich wirklich m\u00fcde ins Kino gegangen bin, war ich nach einer halben Stunde immer noch angetan und hatte ganz vergessen, dass ich eigentlich ins Bett wollte. Die \u00fcber zwei Stunden Laufzeit sa\u00df ich entspannt ab. Aber am n\u00e4chsten Morgen hatte ich das meiste auch schon wieder vergessen. Vielleicht ist das r\u00fcckblickend auch ganz gut so.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind am Freitag morgen gegen halb 11 in Faulensee in der Schweiz ins Auto gestiegen und haben uns auf den Weg Richtung Heimat gemacht. Zwischendurch noch ein Familienbesuch in Pfungstadt und etwas nach 20 Uhr rollten wir dann vor unserer H\u00fctte auf den Hof. 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