{"id":387,"date":"2012-03-23T23:48:24","date_gmt":"2012-03-23T22:48:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.filmfacts.de\/blog\/?p=387"},"modified":"2012-04-03T16:47:57","modified_gmt":"2012-04-03T15:47:57","slug":"die-tribute-von-panem-die-hunger-spiele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.filmfacts.de\/blog\/2012\/03\/die-tribute-von-panem-die-hunger-spiele\/","title":{"rendered":"Die Tribute von Panem &#8211; Die Hunger-Spiele"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin-right: 10px;\" src=\"http:\/\/www.filmfacts.de\/grafic\/poster\/die_tribute_von_panem.jpg\" alt=\"Die Tribute von Panem - Poster\" \/> Als ich den Titel das erste Mal geh\u00f6rt habe, schreckte mich das sperrige Wortunget\u00fcm zun\u00e4chst ab. Ich wusste weder, dass es sich um eine Buchverfilmung handelt, noch worum es \u00fcberhaupt geht. Der Trailer machte mir dann aber schnell klar, dass ich da rein muss!<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>***<\/strong><\/p>\n<p>Katniss (Jennifer Lawrence) lebt in einem der Distrikte, die nicht besonders gut gestellt sind. Die Menschen leiden Hunger, eine geordnete Infrastruktur existiert nicht, es wird in Sperrzonen gewildert und die Zukunftsaussichten sind alles andere als rosig. Besonders wenn man ein Kind zwischen 12 und 18 Jahren ist. Denn aus dieser Gruppe muss jeder Distrikt einmal im Jahr einen Jungen und ein M\u00e4dchen zu den Hunger-Spielen schicken. Eine Art Verstecken auf Leben und Tod, aus dem immer nur ein Kind als Sieger hervorgeht. Die superreiche Oberschicht will damit die Distrikte klein halten und an den missgl\u00fcckten Aufstand vor vielen Jahrzehnten erinnern.<\/p>\n<p>In diesem Jahr tritt Katniss an, um den Sieg zu k\u00e4mpfen. Die Spiele werden medial ausgeschlachtet und weltweit \u00fcbertragen. Vorberichterstattungen, Vorstellung der Kontrahenten und nat\u00fcrlich die Spiele selbst sind Zuschauermagneten und die Spieler m\u00fcssen sich m\u00f6glichst gut pr\u00e4sentieren, um Unterst\u00fctzung durch Sponsoren zu erhalten und ihre Chancen im &#8222;Spiel&#8220; zu erh\u00f6hen &#8230;<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>***<\/strong><\/p>\n<p>Puh, das ist keine leichte Geschichte. 1970 sorgte eine \u00e4hnliche Geschichte f\u00fcr ein wenig Aufruhr, als &#8222;Das Millionenspiel&#8220; im deutschen Fernsehen gezeigt wurde. Dieter Thomas Heck moderierte die Spielshow, in der J\u00f6rg Pleva um sein Leben k\u00e4mpfte und vor einem bierernsten Dieter Hallervorden fl\u00fcchtete. 17 Jahre sp\u00e4ter lief Arnold Schwarzenegger in &#8222;The Running Man&#8220; in einer Geschichte nach Stephen King um sein Leben und musste sich in einer verzweigten Arena seiner Verfolger erwehren.<\/p>\n<p>Und nun trifft es gleich Dutzende von Kindern, die einer herrschenden Oberschicht als Tribut ihrer jeweiligen Bezirke \u00fcbergeben werden und mit ihrem Leben bezahlen. Ich werde bei solchen Geschichten eigentlich immer ganz kribbelig und winde mich unwohl in meinem Sitz, weil ich die Ungerechtigkeit und K\u00e4lte nicht verknusen kann.<\/p>\n<p>Hier war das zun\u00e4chst etwas anders. &#8222;Die Tribute von Panem&#8220; \u00fcberzeugt mit einer sehr gelungenen Inszenierung, detailierten Kost\u00fcmen, guten Darstellern und einer realistischen Kullisse. In den Nebenrollen erstklassig besetzt mit Stanley Tucci, Woody Harrelson oder auch Donald Sutherland ist er formal sehr gute Actionkost. Und genau das ist auch mein Problem, welches ich ungef\u00e4hr ab der H\u00e4lfte der Laufzeit mit dem Film hatte. Er ist nicht mehr!<\/p>\n<p>Regisseur Gary Ross l\u00e4sst den Zuschauer einfach nur zusehen. Keine Wertung, au\u00dfer durch die im Verh\u00e4ltnis sehr kurze Eingangssequenz in welcher das Elend gezeigt wird, schafft Erleichterung. Ganz nebenbei sieht man kurz einen Aufstand w\u00e4hrend der Spiele, als Katniss sich besonders mitf\u00fchlend zeigt &#8211; leider wird nicht ausgef\u00fchrt ob dieser Aufstand weiter geht oder niedergeschlagen wird. Und das eigentliche Spiel &#8211; oder besser die Jagd &#8211; ist nach allen Regeln der Kunst spannend und routiniert auf die Leinwand gebracht.<\/p>\n<p>Das hat mich sehr gest\u00f6rt, deswegen habe ich mich unwohl gef\u00fchlt. Nicht weil auf der Leinwand kleine Kinder nieder gemetzelt wurden, sondern weil ich ganz stark vermisst habe, dass der Film dies nicht einfach nur dokumentiert. Inzwischen habe ich von anderen gelesen, <a href=\"http:\/\/perlesplauderstunde.blogspot.de\/2012\/04\/kinobesuch-mit-familie.html\">man m\u00fcsse sich halt die B\u00fccher besorgen und vor dem Film lesen<\/a>. Zudem sollen zwei weitere Teile folgen, die die Geschichte weiter aufkl\u00e4ren und vertiefen. Das alles sind aber Bedingungen, die ich nicht in die Wertung eines Films einflie\u00dfen lassen kann. Aus genau dem Grunde habe ich &#8222;Star Wars &#8211; Episode I&#8220; nicht im Regal stehen, obwohl ich alle andere Teile in mehrfachen Versionen und auf vielen verschiedenen Medien besitze. Der Film ist albern.<\/p>\n<p>&#8222;Die Tribute von Panem&#8220; ist nicht albern, im Gegenteil. Er ist zu gut gemacht f\u00fcr das Thema. Ich wei\u00df nicht, wie ich das anders beschreiben soll. Ich glaube an anderer Stelle <a href=\"http:\/\/unkreativ.net\/wordpress\/?p=13619\">meinte ein Rezensent genau das als die besondere Klasse des Films ausgemacht zu haben<\/a>. Nun, ich habe mich vielleicht nicht einlullen lassen und mit der Hauptdarstellerin gefiebert. Ich wartete die ganze Zeit darauf, dass sie jemanden nicht umbringt und sich auflehnt. Vielleicht kommt das in den Nachfolgern, es hat mir allerdings hier schon gefehlt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich den Titel das erste Mal geh\u00f6rt habe, schreckte mich das sperrige Wortunget\u00fcm zun\u00e4chst ab. Ich wusste weder, dass es sich um eine Buchverfilmung handelt, noch worum es \u00fcberhaupt geht. 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