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Twilight

gesehen: 15.01.2009 (UCI-Kinowelt)

Da rennt ein Junge den Baum rauf und ein Mädchen fragt, wie lange er schon 17 ist. Mehr wusste ich nicht von dem Film. Naja, und dass es um Vampire geht. Seit "Interview mit einem Vampir", "Vampires" und natürlich Roman Polanskis Meisterwerk habe ich da was für übrig. Da bin ich an dem trüben Donnerstagabend mal ins Kino gepilgert ...

Zum Inhalt ...

Nachdem sich die Eltern von Bella Swan (Kristen Stewart) getrennt haben, lebt Bella bei ihrer Mutter und deren neuem Freund. Als der beruflich für eine Zeit fort muß und Mutter Swan ihn begleiten möchte, zieht Bella in die Wallachei zu ihrem Vater Charlie (Billy Burke), welcher dort als Sherrif arbeitet. Sie lebt sich schnell ein, findet an der High-School Kontakt zu den anderen Schülern und ist akzeptiert. Nur die Clique der "Cullens" nimmt keine Notiz von ihr. Was besonders im Fall von Edward Cullen (Robert Pattinson) von essentieller Bedeutung für Bella ist. Der junge Schönling ist für sie nämlich das Objekt der Begierde und ausgerechnet das meidet bewusst ihre Nähe.

Das ändert sich nach 2 Wochen abrupt, als Edward nach längerer Abwesenheit plötzlich redselig wird und sich mit Bella anfreundet. Doch die anfängliche Freude ist schnell getrübt, denn Edward entpuppt sich als äußerst wankelmütig, verschlossen und insgesamt "merkwürdig". Nachdem er ihr bei einem Autounfall auf sehr schnelle und kräftige Art geholfen hat, beginnt Bella mißtrauisch zu werden und stellt Nachforschungen an, die sie auf die Spur einer sehr alten Legende bringen ...

Hmm ...

Die Bücher auf dem der Film basiert sollen wohl der große Renner sein, sind an mir aber komplett vorbei gegangen. Allerdings ganz offensichtlich nicht an den 350 Frauen und Mädchen, die in den Saal strömten um die Vampirromanze auf der Leinwand zu verfolgen.

Catherine Hardwicke hat sich für ihre Verfilmung eine Reihe hübscher Jungschauspieler gesucht, deren Gesichter mir allesamt unbekannt waren. Aber die Hauptfigur Bella wurde von Kristen Stwart ab der ersten Szene mit sehr viel Gefühl und Überzeugung gegeben. Als ich den Damenüberschuß im Saal realisierte, hatte ich mir eigentlich vorgenommen, den vermeintlichen "Frauenfilm" doof zu finden ;-) aber schon die Einführung der Charaktere machte das ziemlich schwer.

Bis in die Nebenrollen ist der Film passend besetzt und routiniert gespielt. Die Geschichte entwickelt sich angenehm ruhig und ohne das Tam-Tam, dass ich beim Thema Vampire eigentlich erwartet hatte. Der Trailer suggerierte schon etwas Action - die bekommt man auch. Aber sehr spät im Film und bis dahin ergötzt man sich völlig ungelangweilt an den schönen Vampiren und der unschuldigen Bella, die sich unglücklich verliebt.

Das sie schön sein müssen, entnahm ich den Seufzern der Zuschauerinnen zu meiner Rechten und Linken. Als Edward das erste Mal auf der Leinwand erschien und ganz besonders als dessen "Vater" Dr. Carlisle Cullen (Peter Facinelli) seine blasse Haut der Kamera präsentierte. Apropos blass: das ist mein einziger Kritikpunkt. Die ganze Cullen-Bande sieht aus wie eine Landpartie Wasserleichen, geht nur bei Regen zur Schule und die Adoptiveltern gehen als deren Geschwister durch. Und bei keinem der Dorfplinsen läuten die Glocken? Bitte!

Ein bisschen hätte die Handlung gestrafft werden können, es gab schon ziemlich lange, ruhige Dialoge. Andererseits finde ich es ja schon begrüßenswert, wenn mal nicht alle 30 Sekunden die wackelige Handkamera raus geholt wird.

Eine schön gefilmte Vampirromanze, die zu keiner Zeit auch nur in die Nähe vom eingangs erwähnten "Interview mit einem Vampir" kommt, aber trotzdem unterhalten kann. Freilich ohne längere Nachwirkungen auf den Zuschauer zu haben. Aus dem Saal, aus dem Sinn. Zumindest bis zum zweiten Teil ... und für den gab's ja schon den Cliffhanger.

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