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Achja ... lange nicht im Kino gewesen und in der Sneak dann glücklicherweise "White Chicks" verpasst :-) Aber mindestens einmal die Woche muß man sich doch einen Film gönnen - also flugs Karten reserviert für's Kino um die Ecke und von Nils abholen lassen. Es war das Startwochenende von "Man on fire" und Sonntagabend, trotzdem wurde der Film nur im "kleinen" Saal 7 gezeigt und dieser war nicht einmal zur Hälfte gefüllt. Auch sonst schienen mir sehr wenig Leute die anderen Vorstellungen zu besuchen ... hoffentlich rentiert sich das für's Kinopolis noch. Wenn der Laden dicht machen würde, gibt's in unmittelbarer Nähe nichts mehr :-( Zum Inhalt ...In lateinamerikanischen Staaten wird alle 60 Minuten ein Mensch entführt - in Mexico City ist es nicht ganz so viel, nichtsdestotrotz haben so gut wie alle dort lebenden wohlhabenden Familien Kidnappingversicherungen abgeschlossen und Bodyguards engagiert, um die jungen Sprößlinge der Familie zu schützen. Samuel Ramos (Marc Anthony) ist noch auf der Suche nach einem "günstigen" Bodyguard, die Geschäfte laufen schlecht und seine Frau Lisa (Radha Mitchell) liegt ihm in den Ohren, dass Töchterchen Pita (Dakota Fanning) ohne Bodyguard nicht zur Schule kann.
Hmm ...Alles kupfern die Amerikaner ab! Bereits 1987 ließ der Franzose Elie Chouraqui Agent Creasy - damals gespielt von Scott Glenn - auf die kleine Tochter einer amerikansichen Familie aufpassen. Damals wurde diese in Italien vom organisierten Verbrechen entführt. In der 2004er Neuverfilmung siedelt Tony Scott (Top Gun, Last Boy Scout, Crimson Tide ...) die Geschichte in Mexico City an. Die Familie ist nicht ganz amerikanisch, das Verbrechen aber immer noch organisiert.
Auch die kleine Dakota Fanning macht ihre Sache sehr gut, und das wo ich sonst gar nicht auf kleine Kinder in Filmen stehe. Aber da ist nichts Naseweises, nichts Überdrehtes und keinerlei Allüren. Pita Ramos ist einfach authentisch. Trotz der durchweg guten schauspielerischen Leistung ist die Anfangsphase des Films ein wenig lang geraten. Zwar alles gut gespielt und die Handlung nach vorn bringend, trotzdem aber stellenweise leicht zäh und gedehnt. Ich weiß nicht wie man es hätte besser machen sollen, aber ich bin ja auch nicht der Regisseur, sondern nur der Zuschauer, der in der ersten Hälfte ein wenig im Stuhl rumgerutscht ist. Vor allen Dingen da der Trailer zum Film ein gänzlich anderes Tempo versprach. Wahrscheinlich ein typischer Fall von falsch geweckter Erwartung.
Untermalt ist der Streifen durchweg mit lateinamerikanischer Musik - kam mir jedenfalls so vor. Und das ist eigentlich auch mein größter Kritikpunkt: ich mag dieses Mariachigeklimper einfach nicht. Von was reden wir hier also? Gute schauspielerische Leistungen, eine solide Story und das einzige was ein bißchen nervt, ist die Musik und einige anfängliche Längen. Na bitte! :-) Mit hat "Mann unter Feuer" ausnehmend gut gefallen. Defintitiv ein Kinobesuch wert!
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