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Land of the dead

gesehen am 01.09.2005 im Kinoplex (Bad Oeynhausen)

Ein Splatterfilmfan bin ich ja nicht, aber nach dem Remake von "Dawn of the dead" habe ich mir Romeros Vorgänger auf DVD geholt und da nun der 4. Teil anstand, wolte ich mir das Ende auch nicht entgehen lassen. Also flugs in Kinoplex, welches gleich zu Anfang wieder mit einem unfähigen Vorführer glänzte. Das Bild war so unscharf, dass man Schriftzüge nicht mehr erkennen konnte :-( Diesmal wurde allerdings 5 Minuten nachdem ich mich deutlich beschwert hatte, wenigstens nach geregelt. Das ist leider nicht immer so.

Zum Inhalt ...

Die Menschen existieren nur noch in kleinen Ghettos. Der skrupellose Kaufmann (Dennis Hopper) hat einen dieser Rückzugspunkte auf einer Halbinsel vor einer ehemaligen Großstadt aufgebaut. Selbst in dieser Enklave und Notsituation gibt es aber noch eine klare soziale Trennung. Einige Privilegierte leben in einem luxiorösen Wolkenkratzer, trinken Sekt, gehen shoppen und feiern Parties, während der Großteil der überlebenden Menschheit in den Ruinen um den Wolkenkratzer vor sich hin vegetiert. Dazwischen gibt es einige Söldner, die in die Außenbezirke fahren, Jagd auf Zomnies machen und die Stadt nach Lebensmitteln und sonstigen nützlichen Dingen durchsuchen um diese dann an die Reichen zu verkaufen.

Cholo (John Leguizamo) ist das nicht genug, immer nur für die Reichen arbeiten kotzt ihn an und als Kaufmann ihm den Einzug in den Wolkenkratzer verwehrt, wendet er sich gegen seinen Förderer, klaut einen vor Waffen strotzdenden Super-Truck und droht die Stadt mit Raketen zu beschießen. Riley (Simon Baker) soll Cholo und den Truck wider beschaffen. Nicht zuletzt, weil er den Truck konstruiert hat. Unglücklich nur, dass Cholo diesen mitten im Zombiegebiet geparkt hat. Und letztere haben es satt, sich immer nur abballern zu lassen und entwickeln langsam aber mit der ihnen eigenen Stoigkeit soziale Strukturen, die ihnen helfen die Stadt zu überrennen ...

Hmm ...

Eine Offenbarung hat Romero da nicht als Story auf die Leinwand gebracht. Das ist allerherkömmlichste, dünne Kost für einen durchschnittlichen Thriller. Nicht innovativ, nicht neu - man hat ständig das Gefühl, das irgendwo schon mal gesehen zu haben - und dazu auch noch sehr vorhersehbar. Vor Spannung die Sessellehne festhalten musste ich jedenfalls nicht.

Wer nun denkt, dieser Makel würde durch übermässige Action wettgemacht, wird enttäuscht. Waren die Zombies in der Neuverfilmung von "Dawn of the dead" teilweise beängstigend schnell, so kehren sie hier zu ihrer gemächlichen Ruhe aus den allerersten Verfilmungen zurück und bieten den tumben Kämpfern, die von ebensolchen Schauspielern gegeben werden, reichlich Zielfläche.

Und das wird ausgenutzt - wenigstens hier bekommt der interessierte Zuschauer, was er erwartet. In aller Ruhe und Ausführlichkeit werden sowohl die Zombies erschossen, geköpft, zerrissen und gesprengt, als auch die Menschen überrannt, zu Boden gerissen und ausgeweidet. Für's Kinderprogramm ist "Land of the deas" nichts. Nun habe ich mich allerdings nach einiger Zeit an den immer gleichen Ekelszenen ein wenig satt gesehen und hätte es begrüßt, wenn vielleicht Dennis Hopper nicht nur ein genervtes Pflichprogramm abgespult hätte und auch die anderen Darsteller sich etwas mehr Mühe gegeben hätten. So trug das uninspirierte Spiel höchstens noch zu einer gesteigerten Müdigkeit bei.

Bei all der Durchschnittlichkeit waren aber doch einige Zombiemasken ganz nett anzusehen. Alles ein wenig günstiger gemacht, aber nicht billig wirkend. Die Geschichte läßt stellenweise sowas wie Nachdenklichkeit durchblicken, wenn der Anführer der Zombies versucht seine Gefährten zu schützen und sogar traurig gucken kann. Das gipfelt dann im fast philosophischen "Sie suchen doch auch nur einen Ort, wo sie hingehen können." am Ende. Ich habe ganz kurz gedacht, ob vielleicht "Last man on earth" der 5. Teil der Zombiereihe ist ...

Schade eigentlich, da hätte deutlich mehr drin sein können. Ich war nicht grenzenlos entäuscht, aber auch alles andere als begeistert. Romero schließt seine Zombiereihe mit einem sehr konventionellen, unspektakulären und größteils vorhersehbaren 4. Teil ab, der vielleicht besser die Thematik der intelligenten Zombies weiter aufgegriffen hätte, anstatt sie trotzdem zu tumben Zielscheiben zu degradieren.

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