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Star Wars - Episode I: Die dunkle Bedrohung

gesehen: 19.08.1999 Kinopolis Saal 8 (Bad Oeynhausen)

Da war er also, der Tag der Tage. Merkwürdigerweise hielt sich meine Aufregung in Grenzen. Die üblichen Frotzeleien, aber nicht das ich richtig hibbelig war. In Bad Oeynhausen ging es ja um etwas mehr, als "nur" die Episode I Premiere. Es sollte außerdem auch die erste Vorführung im neu eröffneten "Kinopolis" sein. Meine Eindrücke dazu habe ich unter http://www.filmfacts.de/film/filme_kinopolis.htm veröffentlicht.

Kurz gesagt war es eine Premiere, bei der filmtechnisch schief ging, was schief gehen konnte.

Zum Inhalt ...

Queen Amidala (Natalie Portman) muß um ihr Volk fürchten. Der Planet Naboo liegt unter einem Handelsembargo. Von Amidala wird nun ein offizieller Freibrief verlangt, um die Besetzung vor dem Rest der Galaxie als legalen Akt darzustellen. Natürlich denkt Amidala nicht daran und verweigert die kampflose Aufgabe.

Um den Konflikt im Vorfeld zu schlichten, wurden der Jedi-Meister Qui-Gon Jin (Liam Neeson) und sein Schüler Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) nach Naboo geschickt um zu verhandeln. Doch zu diesen Verhandlungen kommt es gar nicht, da die beiden Jedis hinterrücks gemeuchelt werden sollen. Es gelingt Ihnen auf die Planetenoberfläche zu fliehen. Gerade noch rechtzeitig um die junge Königin vor der Verhaftung zu retten.

Mit einem eilends gekaperten Transporter machen die wenigen Flüchtigen sich auf, um sich beim Senat der Republik Verstärkung und Rückendeckung zu holen. Doch ihr Kreuzer erleidet Schiffbruch und sie stranden auf einem mehr als öden Planeten, der von den Hutts als Stützpunkt benutzt wird. Auf der Suche nach Ersatzteilen trifft Qui-Gon Jin bei dem fliegenden Schrotthändler Wattoo den jungen Sklaven Anakin Skywalker (Jake Lloyd). Qui-Gon bemerkt sofort eine starke Konzentration der Macht bei dem kleinen Jungen ...

Hmm ...

Der Jubel im Kino war verhalten als das Lucasfilm-Logo endlich wieder die Leinwand füllte. Es schien, als ob die Erwartungen der Besucher eher niedrig angesiedelt waren, vielleicht waren die Leute auch nur wegen der fast einstündigen Verspätung vergrätzt. Wie dem auch sei, die Stimmung war nicht sonderlich euphorisch.

So gerüstet kann "Episode I" eigentlich nicht enttäuschen?! Es geht denn auch gewohnt los: Raumschiffe schweben majästetisch durch's All, fremdartige Wesen schmieden Intrigen und die Helden pflügen mit ihrem Laserschwertern durch die gegnerischen Reihen wie durch Butter. Einziger Unterschied zu den drei Vorgängern ... hmm ... Nachfolgern, ist die ungleich bessere Qualität der Special-Effects.

Wo man bei Episode IV bis VI noch erkennen konnte, wo die reale Welt aufhörte und die Computer begannen, ist bei Episode I keine Grenze mehr auszumachen. Besonders auffällig ist dies beim Running-Gag "Jar-Jar Binks", der tolpatschigen Nervensäge. Dies Wesen ist ständig präsent und kommt komplett aus dem Rechner, fügt sich aber trotzdem absolut realistisch in die Umgebung ein. Und nein, *so* nervig wie überall erzählt wird ist dieses "komische Element" nicht. Sogar die Synchronisation ist gut gelungen.

Leider kommen die anderen Character im Vergleich viel zu wenig zum Zuge. Qui-Gon, Obi-Wan, Amidala oder auch Annakin reden zwar teilweise sehr viel, aber sie sagen wenig. Das Ganze läßt sich sehr oberflächlich an und wirkt aufgrunddessen vor allen Dingen im Mittelteil mehr als zähflüssig. Die älteren drei Teile boten zwar in dieser Ecke auch nicht mehr Substanz, doch waren z.B. Han Solo oder auch Leia wesentlich größere Symphatieträger als der junge Ben Kenobi. Womöglich liegt das an der völlig anderen Art der Vorgänger, die zwar auch viel auf Effekte und Action setzten, dabei aber auch eine gehörige Portion Sarkasmus bzw. Zynismus an den Tag legten. Das fehlt "Episode I" völlig und hinterläßt einen aalglatten, eckenlosen Eindruck.

So ist "The Phantom Mennace" eindeutig ein Star-Wars Film, aber ein perfekter, glattgeschliffener, der nie so richtig mitgerissen hat.

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