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- Explosion -

- Filmbild -

Chill Factor

gesehen: 09.02.2000

Bundesstart: 16.03.2000

Ich ging, da ich niemanden für die Fahrt nach Bückeburg begeistern konnte, nach einiger Zeit wieder einmal ins Kinopolis, um mir einige Karten für die wöchentliche Sneak zu besorgen. Was soll ich sagen? - Ich bekam ohne Probleme genau die Karten die ich haben wollte, die Bedienung schien sachkundig und war freundlich. Und außerdem mußte ich nicht einmal warten. Es geht also doch!

Als wir dann am nächsten Tag allerdings im Saal 8 auf den Film warteten, wurde mir wieder bewußt, was es heißt nicht allein im Kino zu sein. Popcornberge waren zu überwinden, bevor ich mich in meinen Sessel setzen konnte.

Zum Inhalt ...

Auf einer einsamen Insel irgendwo im Pazifik überwacht Cpt. Andrew Brynner (Peter Firth) mit seinen Männern die Forschungsarbeiten von Dr. Richard Long (David Paymer) an einem hochbrisanten neuen Kampfstoff. Zwar sind chemische Waffen geächtet, doch die Army hat ein hochwirksames Gift entwickelt, welches alles Leben im Wirkungsgrad der thermisch empfindlichen Chemikalie vernichtet. Bei einem letzten Test wird die Schlagkraft der Waffe jedoch hoffnungslos unterschätzt und das Eiland wird restlos vernichtet. Leider kommen bei diesem Unfall auch die Soldaten auf der Insel ums Leben. Einzig Dr. Long und Cpt. Brynner überleben in einem hermetisch abgesicherten Bunker.

Für diesen Vorfall wird Brynner vor ein Militärgericht gestellt und zu 10 Jahren Militärgefängnis verurteilt. Dr. Long wird nicht angeklagt und muß im Auftrag der Army weiter forschen ...

Nach zehn Jahren lebt Dr. Long in einer kleinen Stadt irgendwo in den USA und geht immer noch seinen Forschungen nach. In seiner Freizeit trifft er sich mit dem befreundeten Tim Mason (Skeet Ulrich), einem desillusionierten Rumtreiber, der sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält. Eines Tages kreuzt unerwartet der entlassene Cpt. Brynner auf und überrascht Dr. Long mit merkwürdigen Andeutungen ... am nächsten Morgen hat sich für Tim Mason die Welt verändert, er ist plötzlich im Besitz eines Kühlbehälters mit einer hochgiftigen Chemikalie und greift sich den nächstbesten Lastwagen um die Stadt zu verlassen. Dieser gehört dem gar nicht begeisterten Arlo (Cuba Gooding Jr.). Doch sein Mißfallen den Laster zur Vefügung zu stellen schwindet schnell, als er bemerkt, daß sie von einigen High-Tech-Terroristen verfolgt werden ...

Hmm ...

Wirre Handlung, nicht wahr? Tja, Regisseur Hugh Johnson, der auch schon bei der Produktion von "Die Akte Jane" oder "1492 - Die Entdeckung des Paradises" mitgewirkt hat, hatte hier keinen dankbaren Stoff zu bearbeiten. Die Geschichte wirkt ziemlich aufgesetzt und hat es zu allem Überfluß nötig, den Zuschauer mit gestelzten Dialogen, in denen ausführlich die Gegebenheiten erklärt werden, zu nerven.

Zudem sind die Darsteller - bis auf die beiden jüngeren Hauptprotagonisten, die jedoch erst recht spät eingeführt werden - durch die Bank B-Klasse mit offensichtlich wenig Ambitionen auf höhere Weihen. Man kann an dieser Stelle wirklich keinen Namen nennen, der sich durch leidliches Schauspieltalent auszeichnen würde. In Verbindung mit den Eingangs erwähnten Dialogen trifft die Bezeichnung "Knallchargen" die Sache wohl recht gut ;-)

Skeet Ulrich als Tim Mason und Cuba Gooding Jr. (letzterer versuchte zuletzt in "Instinkt" den Weg zu ernsteren Rollen zu finden.) geben sich wenigstens halbwegs Mühe, ihre Rollen mit Leben zu füllen. Leider stehen ihnen dafür nur zotige Äußerungen und hilfloses Geblicke zur Verfügung. Ungünstige Voraussetzungen also, zu zeigen was möglich wäre.

Was bleibt, was zu loben wäre? Einige Stunts sind wirklich ausgetüftelt und die Special Effects in manchen Szenen sind für einen B-Film akzeptabel. Leider sind auch in diesem Bereich ein paar wirklich grobe Schnitzer (Man achte auf die Feuer, nachdem der Tanklaster explodierte!) enthalten. Also auch hier kein wirklicher Erfolg.

Was bleibt ist also eine vorhersehbare, streckenweise fürchterlich langweilige, mit schlechten Schauspielern und abstruser Handlung versehene Action-Komödie. Aufgrund der im Kino zu bewundernden Trailer mag sich der eine oder andere überlegt haben, sich diesen Fim anzusehen ... Leute, wenn Ihr einen lustigen Film sehen wollt, dann wartet auf "Galaxy Quest".

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