filmfacts.de



Kino - dafür werden Filme gemacht

Best Laid Plans
15.03.2000 / Residenz (Bückeburg)

Bundesstart: wahrscheinlich September 2000

- Filmposter -
... und wieder lockt das Kino. Es ist zwar doch etwas anstrengender als noch vor knapp einem halben Jahr, als ich mangels Angebot nur einmal im Monat eine Sneak besuchte, aber die wöchentliche Verfügbarkeit dieser "Voraussichten" ist schon sehr angenehm. Also machten wir uns wieder auf den Weg in unser - mittlerweile wohl - Lieblingskino nach Bückeburg.

So gar keine Ahnung hatte ich, was uns wohl im Saal erwarten würde und Frank gab sich auch sehr geheimnisvoll, wußte angeblich ;-) selbst nicht, um was es geht. Außer das der Film seeeehr viel später erst anlaufen würde. Das mag ja was werden ...

Zum Inhalt ...

Nick (Alessandro Nivola) trifft seinen alten Schulfreund Bryce (Josh Brolin) und macht ihm in den Kneipen der kleinen Stadt Tropica "einen drauf". Nachdem beide genug des Alkohols intus haben, verläßt Nick die Bar um zu Hause seinen Rausch auszuschlafen, doch dazu kommt er nicht. Sein alter Freund bittet ihn völlig aufgelöst zu sich um ihm bei einem Problem zu helfen.

In der noblen Herberge angekommen findet Nick heraus, daß Bryce in der Kneipe noch die Bekanntschaft der offensichtlich minderjährigen Lissa (Reese Witherspoon) gemacht hat, diese mit nach Hause genommen hat und nach einem Schäferstündchen plötzlich mit einer Anklage wegen Vergewaltigung konfrontiert ist. In seinem berauschten Kopf hat Bryce überflüssigerweise alles andere als rational reagiert und nun haben haben Nick und er ein "Entsorgungsproblem" ...

Hmm ...

Nein, ihr braucht nicht flamen, ich habe nicht zuviel vom Inhalt verraten ;-) Es passiert schon noch etwas mehr in diesem recht schwarzen Film. Durchweg mit - zumindest mir (auch wenn Reese Witherspoon schon in "Eiskalte Engel" mitmischte) - völlig unbekannten Schauspielern besetzt, gelingt es dem Film von Mike Barker, der bisher hauptsächlich TV-Serien gemacht hat, ein schmuddeliges Ambiente aufzubauen, daß so gar nicht zu dem eher fröhlichen Namen der Stadt paßt.

In "Tropica" ist es grau und die Stadt ernährt sich vom Müllentsorgungsunternehmen, welches die meisten Arbeitsplätze stellt und somit für das Einkommen der Stadt verantwortlich ist. Die Umsetzung dieser Grundkonstellation gelingt von Anfang an und man hat als Zuschauer sofort Verständnis für fast alle Handlungen der Protagonisten - auch wenn diese mitunter rech krass sind.

Josh Brolin nervte mich in seiner Rolle als überkandidelter Lehramtsanwärter ein wenig und übertrieb es mit seiner Schuspielerei doch etwas. Der Rest der Besetzung bot allerdings durchweg solide Leistungen und füllte die leicht heruntergekommenen Personen der Story mit überzeugendem Leben.

Die Geschichte an sich ist überraschend böse und wenig übertrieben. Geschickte Rückblenden lockern den Erzählfluß auf und erzeugen ohne Effektheischerei eine angenehme Spannung. Ganz leicht drängten sich Vergleiche mit "Wild Things" bei mir auf, auch wenn es sich dabei mehr um ein Hochglanzprospekt handelt, wenn man "Best Laid Plans" mal als einen einfachen "Flyer" betrachtet ;-)

Die Auflösung der Geschichte ist in jedem Fall genauso unvorhersehbar und überraschend wie in dem schwülstigen Bilderbuch-Thriller, sogar noch ein wenig böser und gemeiner.

Ein durch und durch solider Film.

Weitere Kritiken im FilmKritikernetzwerK:

Leider keine vorhanden :-(
Partner: Kinofilme | Kinofilme.info | Celluloid-Dreams.de | jeichi.com | cineforen.de | Bolly-Wood | Kinofilmtrailer und Kinonews

blogoscoop


Impressum.