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Kino - dafür werden Filme gemacht

- The Sixth Sense -
15.12.1999 / Residenz Kinocenter (Bückeburg)

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Nach der per Mail erhaltenen Wegbeschreibung zum einzigen Bückeburger Kino war der kleine Eingang in der Innenstadt schnell gefunden und wir betraten den gemütlichen Kassenraum.

Wir waren baß erstaunt, daß Kinos offensichtlich auch mit Portemonnaie-freundlichen Preisen überleben können. Sämtliche Säle sind zudem mit Dolby-Digital ausgestattet und pikobello-sauber. Leider darf man in der "Residenz" rauchen, aber die Lüftung ist wohl deutlich leistungsfähiger als z.B. in "Der Leiter", so daß ich mich nicht durch Nikotin belästigt fühlte.

- A Walk -
Nachdem wir vor der Vorführung noch ein bißchen mit dem "Chef" ;-) geredet haben und uns der Vorführraum gezeigt wurde, setzten wir uns auf die reservierten Plätze und harrten auf den kommenden Film. An dieser Stelle vielen Dank für den Dolby-Digital "Train" Trailer und für den "Mission Impossible II" Teaser *g* ;-)

Zum Inhalt ...

Der verstörte 10 jährige Cole Sear (Haley Joel Osment) wird von seinen Mitschülern gehänselt, von seiner Mutter nicht verstanden und hat sich in eine Welt von Spielzeugsoldaten und Phantastereien zurückgezogen. Einzig der renomierte Kinderpsychologe Malcolm Crowe findet einen Weg zu dem Jungen durchzudringen. Auf Kosten seiner Ehe ...

Hmm ...

- Cole -
"The Sixth Sense" ist ein Film, der mich überlegen läßt dem Usenet den Rücken zu kehren, weil ich sonst womöglich etwas über den Inhalt erfahren würde. Man sollte als potentieller Zuschauer tunlichst vermeiden sich Inhaltsangaben (daher fällt meine diesmal auch so ungewöhnlich kurz aus ;-) über diesen Film durchzulesen, da man dabei Gefahr läuft sich eines der grandiosesten Finale der Filmgeschichte zu vermiesen. Ich gestehe hier, ein "während-des-abspann-aufsteher" zu sein, doch das Ende von "The Sixth Sense" kommt so überfallartig, daß es einen förmlich im Sitz festhält.

Bis zu diesem furiosen Finale baut Regisseuer M. Night Shyamalan geschickt ein Geflecht aus Vermutungen, Legenden und Geistergeschichten auf, welches im Nachhinein massenhaft Andeutungen und Erklärungen für das überraschende Ende bietet. Von Anfang an ist der Spannungsbogen recht stark gespannt, um von Zeit zu Zeit durch einen Schockeffekt gelöst zu werden - und der reicht dann tatsächlich zum gepflegten Zusammenzucken.

Trotzdem ist "The Sixth Sense" kein Horrorfilm. Eher würde ich sagen ein klassischer Grusler mit dramatischen und tragischen Momenten, der die Dame im Nachbarsitz gehen Ende des dritten Viertels zu hemmungslosem Schluchzen animierte und die restliche Zeit für atemlose Stille im Saal sorgte.

Die Wirkung des Films ist zum größten Teil auf das hervorragende Spiel des jungen Haley Joel Osment zurückzuführen - gar nicht auszudenken, was dieser aus "Annakin Skywalker" hätte machen können. Nicht wirklich zurückstehen muß Bruce Willis, der zwar sein bekanntes bedröppeltes Gesicht an den Tag legt, es aber auch schafft, den kleinen Cole nicht zu bevormunden. Wenn der Psychiater dem Patienten *sein* Leid klagt, ist dies ein großer Moment im Film.

Ein Film den man sich ein zweites Mal ansehen *muß*. Der Beste, den ich in den letzten 2, 3 ... 10 Jahren gesehen habe! Jedenfalls habe ich lange nicht sprachlos im Kino gesessen, nachdem der letzte Schriftzug von der Leinwand verschwunden war

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