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Kino - dafür werden Filme gemacht

Schiffsmeldungen

Kritik von Sven Joerges

Quoyle (Kevin Spacey) ist ein Verlierer: ein schlechter Job, Einsamkeit, seine Eltern begehen Selbstmord, seine schlampige Frau Petal (Cate Blanchett) betrügt ihn und lässt ihn mit Tochter Bunny (Alyssa/Kaitly/Lauren Gainer) allein zu Hause. Als auch Petal bei einem Autounfall stirbt, zieht Quoyle zusammen mit seiner Tante Agnis (Judi Hamm) nach Neufundland, wo die Wurzeln der Familie Quoyle liegen. Zusammen wollen sie dort einen Neuanfang versuchen.

Lasse Hallström hat einfach ein Händchen für Magie. Doch hier ist es keine süße Magie wie einst in "Chocolat", vielmehr wirkt die Athmosphäre in "Schiffsmeldungen" von geheimnisvoller Mystik geladen. Die Bilder von Neufundland mit stets schlechtem Wetter und rauhen Küsten scheinen aus einer anderen Welt zu stammen. Alles scheint ambivalent und geheimnisvoll, die Menschen wie das Land. Inmitten dieser Kulisse findet nun eine Art Selbsthilfegruppe statt (nicht wörtlich zu verstehen). Besonders Verlierer Quoyle lernt, was es heißt, auch mal auf der Siegerseite zu sein. Kevin Spacey, der sich momentan auf arme Loser spezialisiert hat, spielt den nach sich selbst suchenden Kolumnenschreiber sehr einfühlsam mit starker Mimik. Quoyle ist orientierungslos, doch findet langsam, aber sicher Halt im Leben - Momente, in denen Spacey sein aus "American Beauty" wohlbekanntes Triumphlächeln aufsetzt. Auch die restlichen Darsteller agieren gut, Julianne Moore, die einmal mehr zu blass wirkt, ausgenommen. Ein schöner, geheimnisvoller Film, der Lust auf die gleichnamige Vorlage von E. Annie Proulx macht.

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Diese Kritik ist die Meinung von Sven Joerges.

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