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Iron Sky

Kritik von Jonathan Dilas

Humorvolle Sozialkritik an die Menschheit

Um ihre Wahlkampagne im Jahr 2018 zu unterstützen, schickt die US-Präsidentin ein kleines Team zum Mond, um dort ihre Plakate aufzuhängen. Doch die Astronauten machen eine fürchterliche Entdeckung, denn ein Teil der Nazis hatten sich 1945 zum Mond zurückgezogen und mittlerweile eine gigantische Basis mit unzähligen Flugscheiben und Zeppelinen erbaut. Einer der Astronauten trägt ein Smartphone bei sich und für die Nazis ist dieses Gerät eine neue Energiequelle, um ihre größte Waffe "Die Götterdämmerung" aktivieren und endlich die Erde erobern zu können. Worte wie USB oder Nazi-Frieden bekommen eine ganz neue Bedeutung und machen den Kinobesuch zu einem recht amüsanten Abend.

Dieser Film bietet eine neue Sparte des Sci-Fi-Genres an und versucht, die uns gelehrte Geschichte mit Realität und Fiktion aufzulockern. Heiße Bräute in Nazi-Uniformen versohlen Skinheads und angehende Führer, die nur Krieg im Sinne haben, bekommen einen spitzen Schuhabsatz in die Stirn gerammt.

Die Theorie, dass sich ein Teil der Nazis in den letzten Kriegsmomenten im Jahre 1945 auf dem Mond oder in der Hohlerde mit ihren Flugscheiben geflüchtet haben sollen, ist schon seit länger Zeit als Verschwörungstheorie bekannt. Leider werden solchen Theorien immer gern sofort ein stark faschistoider Charakter angedichtet, wenn man sich ein wenig dafür interessiert, anstatt einmal den historischen Hinweisen vernünftig nachzugehen. Davon abgesehen ist es sehr lobenswert, dass dieser Film unabhängig von Hollywood von vielen findigen Mitarbeitern aus Finnland, Australien und Deutschland in Eigenregie und teilweise über Aufrufe im Internet konzipiert und zur Produktion gebracht wurde. Persönlich begrüße ich diesen Trend sehr, wie er auch immer mehr in amateurhafter Form auf dem Videoportal Youtube zu entdecken ist, weil eine solche Produktion dann auch unabhängige Filme in die Kinos bringen kann, die sich etwas leichter der bisher in Deutschland noch recht unbekannten Filmzensurgesellschaft entziehen können.

Und wenn man einmal genauer hinsieht, so zeigt sich am Ende des Films eine klare Aussage, nämlich, dass der Mensch, völlig unabhängig seiner politischen Interessen, bis hoch zum Präsidenten der USA, nur seine persönlichen Vorteile im Kopf hat - somit ist dieser Film doch wohl eher ein Slapstick mit witzelnder, politischer Sozialkritik, in dem ein vorab amüsant-hoffnungsloses Hinterfragen unserer politischen und "ethischen" Grundsätze stattfindet.

Fazit: Sanfter Slapstick. recht unterhaltsam.

Bewertung: 7 von 10 Sternen

Diese Kritik ist die Meinung von Jonathan Dilas (www.matrixseite.de).

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