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07.12.2011

Real Steel

Real Steel - Filmposter Ich hatte Lust auf einen Jungensfilm. Boxen guck‘ ich gerne, Roboter mag ich und abgerissene Typen, die sich aufraffen sind im Kino meist f├╝r’n Film gut. Au├čerdem kann ich Hugh Jackman ganz gut leiden. Alles gute Gr├╝nde daf├╝r, mir ein Ticket f├╝r „Real Steel“ zu l├Âsen.

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Charlie Kenton (Hugh Jackman) war fr├╝her Profiboxer, nicht der gr├Â├čte, aber einer mit gro├čem Herz und viel Willen. Allerdings ├Ąnderte sich vor Jahren schlagartig das Interesse der Zuschauer. Es wurde nach mehr Action und vor allen Dingen Zerst├Ârung gelechzt! Dinge, die im Ring Mensch gegen Mensch nicht umsetzbar waren. Das Roboterboxen war geboren. Und damit das Ende von Charlies Karriere eingel├Ąutet. Er schl├Ągt sich nun mehr schlecht als Recht auf drittklassigen Turnieren mit ramponierten Robotern durch und versucht den gro├čen Coup zu landen. Allerdings ist ihm sein Gesp├╝r f├╝r den Augenblick verloren gegangen und er setzt immer auf das falsche Pferd zur falschen Zeit.

Als er gerade ganz unten angekommen ist, wird ihm auch noch er├Âffnet, dass seine Ex-Frau gestorben ist und er sich um den gemeinsamen Sohn Max (Dakota Goyo) k├╝mmern soll – ohne ihn seit Jahren gesehen zu haben. F├╝r Charlie ist der Kleine ein Klotz am Bein und lediglich eine M├Âglichkeit von seiner Schw├Ągerin Geld daf├╝r zu bekommen, sein Sorgerecht abzutreten. Doch es stellt sich raus, dass Max begeisterter Roboterboxen-Fan ist und sich zudem noch blendend mit Charlies Freundin Bailey (Evangeline Lilly) versteht. Als Max dann auch noch auf einen Schrottplatz einen funktionsf├Ąhigen Sparringsroboter findet, ziehen Vater und Sohn los, die Boxwelt aufzumischen und sich gleichzeitig immer mehr anzun├Ąhern …

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Wahrlich, Real Steel ist ein Film f├╝r Jungs. Und nicht nur f├╝r Gro├če – ich h├Ątte sogar den Nachwuchs mit ins Kino nehmen k├Ânnen, ist er doch nur 3 Jahre j├╝nger als der kleine Max im Film. Au├čerdem ist der Film trotz der Boxkampfszenen derartig harmlos, dass ich keine Bedenken gehabt h├Ątte, w├Ąre der kleine Junge mitgekommen. Vielleicht auf DVD …

Die Geschichte ist jedenfalls spannend erz├Ąhlt und ich bin angenehm ├╝berrascht, dass Dakota Goyo nicht f├╝rchterlich naseweis und aufdringlich schauspielert, wie es in manchen „Kinderrollen“ leider oft vorkommt. Sein Spiel ist nicht so ernst und erwachsen wie das von Haley Joel Osment in „The Sixth Sense“, aber durchaus glaubw├╝rdig. Dem Film-Vater Hugh Jackman nimmt man die Rolle ab, physisch und auch auf der geistigen Ebene. Die Wandlung vom ungest├╝men, gleichg├╝ltigen Haudrauf zum Vater, der die Richtung und sich selbst wiederfindet ist nachvollziehbar. Naja, und Evangeline Lilly spielt auch noch mit :-) F├╝r den Fortgang der Handlung ist sie zwar absolut ├╝berfl├╝ssig, aber die Optik wird durchaus aufgewertet. Auch wenn sie mir in „Lost“ noch ein wenig besser gefallen hat.

Die Hauptdarsteller sind aber mit weitem Abstand die Roboter. Unglaublich, wie die animiert wurden und die K├Ąmpfe ablaufen. Sieht meiner Meinung nach noch eine ganze Ecke echter aus, als bei den „Transformers“. Sei es nun blitzend und blinkend in der Oberklasse der Profiliga oder die alten, vergammelten Roboter in den Hinterhofk├Ąmpfen. Alles super. Besonders „menschlich“ wirkt dabei der Sparringsroboter Atom, dessen hinter geschweisstem Schutzgitter befindlichen LED-Augen beinahe traurig gucken und der mit einem leichten Kopf zur Seite legen menschliche Kollegen wie Vin Diesel, Jason Statham oder Till Schweiger locker an die Wand spielen w├╝rde.

Bei den Boxk├Ąmpfen beginnt man sogar ein bisschen mitzufiebern … zumindest wenn man das bei Rocky auch getan hat. Der Schlu├čkampf geht dann sogar ganz eindeutig in die gleiche Richtung und kopiert den Schlagabtausch zwischen Balboa und Creed. Trotzdem sehr spannend fand ich.

Zwei Stunden gut gespielte Unterhaltung mit ein bisschen Hintergrundgeschichte und packenden Roboterk├Ąmpfen.

Andreas am 07.12.2011 um 19:54 in Filmkritik, FSK | 0 Kommentare |

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